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Weiterbildung für Ältere

Weiterbildung für Ältere im privaten Bereich

von admin

Im Bereich der außerberuflichen oder individuellen Weiterbildung lässt sich bei älteren Erwachsenen eine immer größer werdende Nachfrage erkennen. Die Kinder sind aus dem Haus und das Berufsleben liegt schon, oder bald hinter einem: In dieser Zeit möchten sich viele ältere Erwachsene noch einmal an etwas Neues heranwagen und Dinge ausprobieren.

Viele Menschen haben heute in ihrer zweiten Lebenshälfte das Bedürfnis, sich geistig fit zu halten und die freie Zeit durch das Erlernen neuer Fähigkeiten und Kompetenzen sinnvoll zu nutzen. Eine immer besser werdende gesundheitliche Betreuung im Alter und die damit einhergehende gute körperliche und geistige Verfassung unterstützen den Wunsch neuen Hobbys nachzugehen, lang gehegte Interessen zu verfolgen oder neue Talente in sich zu entdecken. Ob es sich um einen Internet- oder Sprachkurs, ein Literaturseminar oder um einen Yoga-Workshop handelt, die Möglichkeiten sind heute so vielfältig wie nie und wachsen mit der steigenden Nachfrage.

In diesem Bereich finden Sie Informationen zu den unterschiedlichen Möglichkeiten auch im privaten Bereich im Alter aktiv zu bleiben und sich weiterzubilden. Außerdem geben wir Ihnen Anregungen, wie Sie für sich das richtige Weiterbildungsprogramm finden können und warum es sich lohnt, im Alter aktiv zu sein.

Persönliche Weiterbildung

Wie im Abschnitt Berufliche Weiterbildung aufgeführt, gibt es während des Berufslebens einige Möglichkeiten, sich im beruflichen Bereich fortzubilden aber auch persönlichen Interessen nachzugehen. Diesen persönlichen Interessen kann auch nach Feierabend in zahlreichen Weiterbildungsmöglichkeiten nachgegangen werden. Hierbei verschwimmen oft die Grenzen zwischen einem Weiterbildungsgedanken oder der Ausübung eines Hobbies. Überlegen Sie sich, wie Sie Ihre arbeitsfreie Zeit gestalten möchten.

Im Rahmen des ehrenamtlichen Engagements zum Beispiel gibt es auch Möglichkeiten, sich auf persönlicher Ebene weiterzubilden. Oder möchten Sie sich lieber sportlich betätigen, Kochkurse belegen, eine neue Sprache lernen oder Ihr Wissen an jüngere Generationen weitergeben? Die Wahl liegt bei Ihnen. Informieren Sie sich über ihr regionales Weiterbildungsangebot. Oftmals bieten Weiterbildungsträger spezielle Tarife für Senioren an. Fragen Sie nach Ermäßigungen und wie sie von diesen Ermäßigungen profitieren könnten.

Weiterbildungsträger für die Weiterbildung in der Freizeit

Einer der bekanntesten Bildungsträger in Deutschland sind die Volkshochschulen. Rund tausend Volkshochschulen existieren in Deutschland und sind somit in fast jeder mittelgroßen Stadt vorhanden. Die deutschen Volkshochschulen sind zu Teilen in kommunaler Trägerschaft verwaltet, zum Teil handelt es sich bei den Volkshochschulen aber auch um eingetragene Vereine.

Es gibt insgesamt 16 Landesverbände. Der Deutsche Volkshochschul-Verband ist dabei die Vertretung aller Volkshochschulen und fördert den gemeinsamen Austausch und setzt sich für die Weiterbildung in Deutschland ein. Das Hauptmerkmal aller Volkshochschulen ist, dass sie Bildung für Alle bieten: Durch preisgünstige Kurse in den Themenbereichen Sprache- Politik- Gesellschaft- Umwelt- Kultur – Gesundheit – Arbeit und Schulabschlüsse richtet Sie sich an alle Bildungsinteressierten.

Die VHS richtet sich an junge Menschen, die zum Beispiel ihren Schulabschluss nachholen möchten. Oft werden die Angebote aber auch von älteren Erwachsenen gebucht. Aus diesem Grund haben einige Volkshochschulen eigene Seniorenprogramme entworfen, um sich besser auf die Zielgruppe 50+ einstellen zu können. Das Lerntempo und die Lerngruppen-Größe sind bei diesen Kursen gegebenenfalls angepasst und so führen Computerkurse zum Beispiel zu einem effizienteren Lernergebnis. Die Volkshochschulen gliedern ihre Programme in zwei Semester. Kurse beginnen somit oftmals im September oder März. Halten Sie Ausschau nach dem Programm Ihrer örtlichen Volkshochschule. Oftmals liegen diese in Bibliotheken, Geschäften oder Museen und Schwimmbädern aus.

Neben den Volkshochschulen gibt es Bildungswerke in kirchlicher Trägerschaft und viele Privatinstitute, die eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten aufzeigen. Am besten informieren Sie sich vor Ort und in Ihrer Stadt über die für Sie verfügbaren Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch kleinere Senioren-Initiativen oder Sportvereine bieten oft ein abwechslungsreiches Programm an.

Den passenden Weiterbildungsträger finden

Zunächst sollten Sie eine ungefähre Vorstellung davon haben, wie Sie Ihre Freizeit und persönliche Weiterbildung gestalten möchten. Sollten Sie sich noch im Erwerbsleben befinden, bietet es sich möglicherweise an, über einen Bildungsurlaub für die persönliche Weiterbildung nachzudenken. Möchten Sie sich aber langfristig in einem gewünschten Bereich Fähigkeiten aneignen, sollten Sie vor der Buchung eines Angebotes gut die Besonderheiten der verschiedenen Anbieter miteinander vergleichen.

Informieren Sie sich zunächst darüber, welche Möglichkeiten in Ihrer Stadt bestehen, sich aktiv fortzubilden und neue Dinge zu erlernen. Wann findet der jeweilige Kurs statt, bis wann muss man den Teilnahmebeitrag bezahlt haben, gibt es Rücktrittsbedingungen und wie sieht die Zusammensetzung der Lerngruppe aus? Dieses sind Fragen, die für die Wahl des richtigen Kurses durchaus interessant sein könnten. Definieren Sie ihre persönlichen Lernziele und fragen Sie nach den Lernbedingungen (Durchschnittsalter der Lernenden/ Gruppengröße/ etc.) Das Ziel, im Alter aktiv zu bleiben, Spaß an der jeweiligen Sache zu haben und sich lebenslange Bildung zu bewahren, sollten nicht aus den Augen verloren werden. Ein positiver Nebeneffekt könnte sein, dass sie neue Menschen kennenlernen und somit der persönliche Kontakt und sozialer Austausch im Aller gefördert wird.

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