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Demografische Entwicklung

Die demografische Entwicklung in Deutschland

von admin

Unter „Demografie“ versteht man eine wissenschaftliche Disziplin, die die Strukturen und Entwicklungen einer Bevölkerung erforscht, um den Zustand einer Gesellschaft und ihre zahlenmäßigen Veränderungen zu erfassen. Dabei konzentriert sie sich auf die Untersuchung der Geburten- und Sterberate, auf die Lebenserwartung und auf die Differenz von Zu-und Fortzügen (Wanderungssaldo) innerhalb einer Gesellschaft. Die Demografieforschung ist in der Lage, fundierte Aussagen über die gegenwärtigen und zukünftigen Bevölkerungsentwicklungen zu machen.

Demografische Entwicklungen in Deutschland

Seit einigen Jahren macht uns die Demografie auf den Umstand eines gravierenden demografischen Wandels in Deutschland aufmerksam. Dieser Wandel bringt Umschwünge mit sich, bietet aber auch eine Menge Potenzial. Der Begriff der überalterten Gesellschaft ist heute allgegenwärtig und bezieht sich auf die Tatsache, dass es zum ersten Mal in unserer Menschheitsgeschichte vor allem bei hochindustrialisierten Gesellschaften zu dem Punkt kommt, an dem es mehr ältere als junge Menschen innerhalb der Bevölkerung geben wird.

Dies ist nicht nur für Deutschland, sondern für viele Industriestaaten mit einer umfangreichen Gesundheitsversorgung charakteristisch und vollzieht sich schon seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Zum einen steigt durch die gute Versorgung im Alter die Lebenserwartung der Bevölkerung an. Zum anderen sinkt durch einen kontinuierlichen Geburtenrückgang der Anteil an unter 20-Jährigen an der Gesamtbevölkerung stetig und auch der Anteil der Menschen im mittleren Alter ist dabei, kleiner zu werden. Dies hat einen Bevölkerungsrückgang in Deutschland zur Folge. In den kommenden Jahren wird die Bevölkerungszahl von 82 Millionen auf etwa 77 Millionen zurückgehen (Angabe: Statistische Ämter des Bundes und der Länder, Demografischer Wandel in Deutschland, Heft 1, 2011).

Der demografische Wandel und seine gesellschaftlichen Auswirkungen

Die Veränderungen der Zusammensetzung in der Altersstruktur haben einen gesellschaftspolitischen Diskurs aufkommen lassen, der die stattfindenden Veränderungsprozesse als problematisch bezeichnet, da es immer weniger Erwerbstätige geben wird, die durch ihre Steuer- und Sozialabgaben für die wachsende Anzahl an Rentnern und Ruheständlern aufkommen können. Die verlängerte Lebenszeit vieler Menschen wird nicht als Errungenschaft moderner Zivilisationen aufgefasst, sondern zunächst als eine ökonomische Belastung gesehen, die die Bewahrung des errungenen Lebensstandards maßgeblich beeinflusst.

Für eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland wird heute und in Zukunft der Anteil an erwerbstätigen Menschen ein wichtiger Faktor sein, um durch ihre Wirtschaftsleistung unsere sozialen Sicherungssysteme stützen zu können. Im Hinblick auf die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands wird es somit notwendig sein, die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen der Erwerbstätigkeit an den demografischen Wandel anzupassen und unsere sozialen Sicherungssysteme zu entlasten.

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